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 holzbachkicker_schriftzug

Am 07.09. trafen die Mannschaften der Holzbachkicker und der SOMA Hausen auf dem Sportplatz am Holzbach aufeinander. Obwohl Friedrichsthal ersatzgeschwächt in die Partie ging, war man aufgrund der bisherigen Saisonleistung überzeugt, das Ganze positiv gestalten zu können. Es gab einige Ausfälle besonders im defensiven Mannschaftsteil und Martini musste zudem Stammtorwart Mohr vertreten, was ihm - vorweggenommen -hervorragend gelang.

Der Auftakt war kurios und überraschend zugleich. Ein Hausener stolperte Dinges den Anstoß direkt vor die Füße. Dieser hob den Ball dann vom Anstoßkreis über den weit draußen stehenden Gästekeeper ins Netz. Wahrscheinlich das schnellste Tor in der Historie der Holzbachkicker. Mit der frühen Führung im Rücken spielte die Heimelf selbstbewusst nach vorne und hatte zahlreiche Chancen diese auszubauen. Doch wie es im Fußball oft so ist, das Tor fiel auf der Gegenseite. Nachdem sich die SOMA vom frühen Schock etwas erholt hatte, gelangte mehr Sicherheit in ihr Spiel und so kamen sie Martinis Tor näher und näher. Nach einigen weniger zwingenden Abschlüssen, landete ein abgefälschter Schuss schließlich unerreichbar für Martini im Gehäuse. Der Ausgleich. Friedrichsthal blieb zwar überlegen, machte aber noch nichts Zählbares daraus. Bamberg, Reimann und Müller hatten Chancen. Zudem übersah Karimi nach schönem Solo den einschubbereiten Mitspieler und vergab. Nach einer halben Stunde zeigte dann Schiri Klink, aufgrund eines Fouls an Dinges, auf den Elfmeterpunkt. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte sicher zum 2:1. Jetzt schien das Spiel endgültig in Richtung Friedrichsthal zu kippen. Müller erhöhte mit einem herrlichen Schuss in die Nähe des rechten Torwinkels auf 3:1. Auf der anderen Seite fischte Martini mehrmals die Hereingaben der SOMA vor einköpfbereiten Stürmern aus der Luft. Mit dem 3:1 ging es bei hohen Temperaturen auf verbranntem Rasen in die Pause.

Dehdashti, der eine Topleistung in der Innenverteidigung abgeliefert hatte, kam dann verletzungsbedingt nicht mehr aus der Pause zurück. Die Holzbachkicker mussten umstellen, was zunächst noch keine Auswirkungen auf das Spielgeschehen hatte. Seidel erkämpfte den Ball an der Außenlinie und schob ihn direkt in den Lauf von Bamberg. Dieser nahm den Ball mit und versenkte ihn im kurzen linken Eck zu seinem zweiten Saisontor. 4:1 - Spiel gelaufen? Dachten wohl die meisten der Zuschauer. Hausen gab aber nicht auf und mobilisierte nun alle Kräfte. Dehdashti fehlte schmerzlich in der Innenverteidigung und einigen Akteuren in Reihen der Holzbachkicker merkte man das hohe Tempo der ersten Halbzeit an. Die Kräfte der Heimelf schwanden mehr und mehr. Martini stemmte sich mit tollen Paraden gegen weitere Gegentreffer, dennoch wurden diese zu einer Frage der Zeit. Es gab kaum noch Entlastung und die zunehmend härtere Gangart der Gäste setzte Friedrichsthal zusätzlich zu. Satte dreimal hörte man Trikotnähte reißen, als sich doch einmal Holzbachkicker mit Ball in Richtung Tor aufmachten. 15 Minuten vor dem Ende dann das 2:4 aus unübersichtlichem Gestochere im Strafraum. Auch beim 3:4 kurz darauf bekamen die erschöpften Kicker den Ball nicht mehr aus der Gefahrenzone und als mehrere Klärungsversuche scheiterten, schlug es zum Anschlusstreffer ein. Jetzt witterte Hausen erst Recht seine Chance und schnürte Friedrichsthal regelrecht am eigenen Strafraum fest. Sommer, Kreuz und Müller liefen in dieser Phase unzählige Bälle ab und warfen sich in jeden Zweikampf. Den Ausgleich konnten sie aber nur herauszögern. Drei Minuten vor dem Ende war es soweit: Ein Schuss aus dem Halbfeld brachte den vielumjubelten Ausgleich. Damit jedoch noch nicht genug. Die SOMA wollte jetzt den Sieg und das fast erfolgreich. Ein weiterer Distanzschuss knallte an den Pfosten. Hieraus entstand jedoch auch nochmal ein Konter Friedrichsthals, der allerdings mit einem weiteren Trikothalten vom Libero der SOMA gestoppt wurde. Statt Freistoß gab es jedoch den Abpfiff.

Die Holzbachkicker schleppten sich mit mehreren angeschlagenen Spielern fast durch die gesamte zweite Halbzeit und konnten froh sein, drei Tore vorgelegt zu haben. Mit letzter Kraft erreichten sie auf der sprichwörtlichen Felge ein Unentschieden gegen stark aufspielende Hausener, die jedoch die erste Halbzeit größtenteils verschlafen hatten.

Die Mannschaft:

Martini, Sommer, Dehdashti, Kreuz, Noack, Müller (1), Dinges (2), Karimi, Reimann, Kühl, Bamberg (1), Dönges, Seidel, Grundmann

(Spielbericht: M. Dinges)